Europaweit BIG JUMP 2018

Big Jump – Der Europäische Flussbadetag

Sonntag, 08. Juli ab 14:00 Uhr, bei der „Rollfähre“

8473 Weitersfeld

MITMACHEN FÜR ALLE FREI!!

 

Im Wasser, fürs Wasser und für lebendige und saubere Flüsse.. !
Überall in Europa wird zeitgleich gesprungen, gebadet, informiert oder protestiert. Ganz Europa wird seine wieder gewonnenen Flüsse zelebrieren, gleichzeitig und and vielen Flüssen, von den Gletschern und Bergkämmen bis zu den Ozeanen.
Seit 2005 fanden mehr als 2000 Aktionen in 43 Ländern mit über 100.000 Teilnehmern statt.

Von der Zeit als man die Flüsse vergessen hatte…
Im 20. Jahrhundert begannen die Menschen ihre Flüsse zu vergessen, sie waren zu Abwasserkanälen verkommen, stinkend und gefährlich und oft exklusiv genutzt zur Schifffahrt, Energienutzung oder zur Bewässerung von intensiv genutzten Landwirtschaftsflächen und für industrielle Zwecke. Oft war der Zugang zu den alten Ufern verboten oder Strassenbau, Industrieanlagen und andere Hindernisse erschwerten den Zugang. Manche Bäche und Flüsse verschwanden regelrecht unter dem Asphalt und die früheren zahlreichen Badestrände und Badeanstalten wurden kurzum geschlossen. Die Menschen drehten den Flüssen den Rücken zu und fühlten sich nicht mehr verantwortlich. Glücklicherweise ist eine Trendwende eingetreten, denn die enormen Bemühungen zur Abwasserreinigung und der Revitalisierung von Gewässern seit den 80 und 90er Jahren und modernes Flussmanagement beginnen allmählich Früchte zu tragen.

… zur wiederentdeckten Freude am Leben mit und an den Flüssen.
Am Rhein, der Elbe, der Rhone und anderswo erreicht die Wassergüte inzwischen wieder hier und dort und immer öfter Badewasserstandards oder man ist auf dem besten Wege dazu. Parallel dazu steigt vielerorts die Artenvielfalt, Lachse kehren zurück und man kann nicht nur wieder Fische fangen, sondern auch welche gefahrlos verzehren. Manchmal hört man wieder Kinderlachen an den Ufern, und wer gut hinschaut findet an ausgewählten Plätzen erneut Strandleben, Badende oder etwa Kanuten.

Längst ist es noch nicht überall zu Besten bestellt, aber man kann wieder hoffen. Der neue Umgang mit den Flüssen und Seen ist vielversprechend und muss zunehmend und dauerhaft an allen Ströme und Fliessgewässer Europas praktiziert werden.

Diese ersten Erfolge und die noch zaghaften Kontakte der Menschen mit ihren Flüssen erleichtern und fördern die Einsicht, dass es sich lohnt Flüsse zu respektieren, zu renaturieren, die Wasserqualität zu verbessern und den Flüssen wieder Raum zu geben! Als direkte Folge werden sich die Bürger wieder verantwortlich fühlen können für “ihre” sauberen und schönen Flüsse und Gewässer.

Die Tendenz “Hin zum Fluss” findet sich auch in modernen Stadtbauprojekten wieder. Flüsse nehmen wieder eine zentrale Rolle in den urbanen Planung ein.
Städte wie Wien, München, Berlin, Paris, Lyon und andere haben grossartige Projekte realisiert oder in Planung. Flussufer werden, oft in Verbindung mit modernem Hochwasserschutz, zu hochattraktivem Raum umgestaltet, ganze Verkehrsachsen werden verlegt. Es entstehen Oasen der Ruhe und Entspannung und in einigen Fällen werden sogar wieder Badegelegenheiten angeboten.

All dieses sind untrügliche Zeichen

Die Rückeroberung der Flüsse durch die Bürger hat begonnen…
Die Rückeroberung der Flüsse durch die Bürger
hat begonnen ……

Das Projekt BIG JUMP mit seinen Flussbadetagen möchte diesen begonnenen Prozess der “Versöhnung” mit den Flüssen und Seen fördern, die Öffentlichkeit dafür sensibilisieren, erzielte Erfolge in Sachen Wasserqualität ausweisen und im weitesten Sinne dazu beitragen, dass sich die BürgerInnen wieder für ihre Gewässer und die entsprechende Politik interessieren.
Dies ist wohl ein unabdingbare Etappe um die Menschen in einen partizipativen Prozess etwa bei der Gestaltung und Umsetzung des anspruchsvollen europäischen Wasserrahmenrichtlinie und weiterer Projekte zu grossräumigen Schutz der Fliessgewässer, Feuchtgebiete und Grundwässer einzubinden.

Mehr Info:
www.bigjump.org
www.pockbier.com
www.genussamfluss.at
www.kunstduenger.st

 

Foto unten: ©Walter Schmidbauer




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